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FAMILIENBILDUNGSZENTRUM FÜR SINTI UND ROMA

Über unseren Verein

Der Sinti-Verein zur Förderung von Kindern und Jugendlichen e.V. ist Anlaufstelle für alle Anliegen sowie Bedürfnisse der Sinti- und Roma aller Altersklassen.
Er wurde im Jahr 2001 gegründet, um dem Bildungsnotstand von Kindern und Jugendlichen aus Sinti-Roma Familien zu begegnen.

  • Der Sinti-Verein ist ein anerkannter Träger der freien Jugendhilfe.
  • Wir sind Mitglied der Diakonie Hamburg.
  • Unser Team verfügt über eine langjährige Erfahrung in der Projektarbeit mit Sinti und Roma.
  • Unsere Mitarbeiter/-innen kommen selbst aus dem Kulturkreis der Sinti und Roma.

Unser Anliegen

  • die Erziehung und Bildung von Sinti- und Roma-Kindern und Jugendlichen zu fördern
  • ihre Eingliederung in die Gesellschaft zu unterstützen
  • den Kreislauf von mangelnder Bildung und sozialem Abseits zu durchbrechen


Wir sind für Sie da

Mutter-Kind-Gruppe:
Montag, Mittwoch, Freitag 09.00-12.30 Uhr

Allgemeine Beratung:
Montag 09.00-12.00 Uhr
Dienstag 09.00-13.00 Uhr
Donnerstag 09.00-15.00 Uhr

Beratung für bedarfsorientierte Weiterbildung:
Dienstag 12.00-17.00 Uhr
Donnerstag 10.00-15.00 Uhr

Achtern Born 127c · 22549 Hamburg
fon: +49 (0) 40 - 466 44 700
fax: +49 (0) 40 - 466 44 702
info@sinti-verein.de

Kontakt

Christian Rosenberg
Christian Rosenberg

Vorsitzender
Bildungsberatung und Öffentlichkeitsarbeit
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Giovanni Weiß
Giovanni Weiß

Bildungs- und Soziale Beratung

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Mandy Weiß
Mandy Weiß

Sozialpädagogische Assistentin


Angelina Rosenberg
Angelina Rosenberg

Bildungs- und Mütterberatung


Robert Weiß
Robert Weiß

Bildungsberatung und Coaching

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Dorota Julitz-Jarominska
Dorota Julitz-Jarominska

Assistentin der Geschäftsführung

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Aktuelles

Alphabetisierung und Deutsch als Zweitsprache


Kursbeginn: Dienstag, den 05.07.2016
Unterrichtstage: dienstags und donnerstags von 09:30 - 12:30 Uhr
Ort: Familienbildungszentrum Achtern Born 127c, 22549 Hamburg

Es wird in kleinen Gruppen unterrichtet. In unserem Alphabetisierungskurshaben Sie die Möglichkeit, gleichzeitig Schrift- und Deutschkenntnisse zu erwerben und damit die Weichen für einen erfolgreichen Einstieg in die Gesellschaft zu stellen!


Flohmarkt

·

Am Samstag, dem 01.10.2016, ab 10 Uhr, findet in unseren Räumlichkeiten ein Flohmarkt statt.


Flyer Flohmarkt 03.06.2016

"Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung, keine Bildung."

John F. Kennedy

Unsere Angebote

Familien-Bildungszentrum
 

  • Individuelle, problemlösungsorientierte Hilfestellungen, z. B. Unterstützung bei Behördengängen, Ausfüllen von Formularen, dolmetschende Tätigkeiten, Hilfe bei der Erstellung von schriftlichen Bewerbungsunterlagen und vieles mehr
  • Unsere Bildungsberater, die selber Sinti sind, stehen als Mediatoren für die Kommunikation zwischen Schule und den Sinti und Roma Familien zur Verfügung. Das führt perspektivisch zu einem besseren Übergangsmanagement zwischen Schule und Ausbildung oder auch Grund- und Sekundarschule.
  • Unser Familienbildungszentrum dient als kulturelle Begegnungsstätte zum Abbau von Vorurteilen gegenüber Sinti und Roma. Durch zahlreiche Vortragsreihen soll die Mehrheitsgesellschaft wichtige Informationen über das Leben, die Kultur, Geschichte und Tradition von Sinti und Roma erhalten.

Mutter-Kind-Gruppe
 

  • Unsere Kinder werden von uns in Kleingruppen intensiv auf den Schulbesuch vorbereitet.
  • Die Förderung findet in einem von uns entwickelten Mehrphasenprojekt statt.
  • Unsere Mütter bekommen durch individuelle Beratung Unterstützung für den Alltag. Diese umfasst Hilfestellungen unter anderem im Bereich Erziehung, Ehe und Bildung.

Bedarfsorientierte Weiterbildung

  • Eine individuelle Beratung durch einen Bildungsberater des Sinti-Vereins beginnend von der ersten Kontaktaufnahme bis zu der Eingliederung in die Selbstständigkeit bzw. in das Berufsleben.
  • Durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Teilnehmern, Dozenten und Bildungsberater werden individuelle Entwicklungspläne erstellt.
  • Durch ein niedrigschwelliges Mehrphasencoaching wird der einzelne Teilnehmer dort abgeholt wo er steht, was zum Erfolg führt.
  • Unseren Kunden helfen wir auch bei der vielleicht schwierigsten Herausforderung für den Start in die Selbstständigkeit, der Finanzierung.
  • Durch professionelle Unterstützung für den Businessplan, sowie Begleitung bei Gesprächen mit der Bank.

Christian Rosenberg und sein Team bieten Fortbildungsseminare und Vorträge über Sinti und Roma an. Diese Aufklärungsarbeit kann von Schulen, Ausbildungsstätten für angehende Erzieher und Sozialpädagogen und von anderen sozialen Einrichtungen genutzt werden.
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Herrn Christian Rosenberg.

"Hohe Bildung kann man dadurch beweisen, dass man
die kompliziertesten Dinge auf einfache Art zu erläutern versteht."

George Bernard Shaw

Referenzen

Seit über 14 Jahren steht unser Verein als kompetenter Bildungspartner für die Stadt Hamburg zur Verfügung.

Folgende Projekte konnten von uns bereits erfolgreich umgesetzt werden:

  • Vorschulangebot ("Chance für Vorschulkinder" und "Newo Drom") an verschiedenen Schulen wie z. B. Rahmwerder ab 2001 bis heute unterstützt von der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI)
  • "Beruflich aktiv mit Roma und Sinti" (01/2010-12/2013) in Zusammenarbeit mit BASFI und ESF.


Das ESF-Projekt der Großstadt-Mission "Beruflich aktiv mit Roma und Sinti" in Kooperation mit dem Sinti-Verein zur Förderung von Kindern und Jugendlichen e.V. wurde als ein Best-Practice-Beispiel in einer internationalen Veranstaltung in Budapest geehrt.

Im Jahr 2011 wurden in einem eigens entwickelten Fortbildungsangebot vom LI in Kooperation mit Sinti- und Roma-Verbänden 14 Hamburger Roma und Sinti im Landesinstitut zu "Bildungsberaterinnen und Bildungsberatern" qualifiziert. Diese Ausbildung konnte nur aufgrund der zahlreichen Teilnehmer/-innen, die überwiegend von unserem Verein gestellt worden sind, erfolgen.
Unsere Mitarbeiter haben alle erfolgreich die Ausbildung zum Bildungsberater abgeschlossen.


Rückblick

Studenten aus Kiel zu Gast

Studenten aus Kiel zu Gast

Am 08.07.2016 besuchten Studenten der Universität Kiel unsere Einrichtung. Sie erhielten einen Einblick in die Geschichte und in die Lebensweise der Sinti und Roma sowie über die Arbeit unseres Familienbildungszentrum.


Kultur- und Infoabend am 03.06.2016

Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Besuchern unseres zweiten Infoabends am 03. Juni 2016 bedanken. Dank Ihnen zeichnete sich die Veranstaltung durch eine lebendige Gesprächsrunde aus. Wir beantworten gerne Ihre Fragen und freuen uns jetzt schon auf die nächste Veranstaltung im Herbst 2016.


Kultur- und Infoabend am 18.03.2016

Den ersten Informationsabend in unseren neuen Räumen am Achtern Born konnten wir am 18.03.2016 erfolgreich durchführen. Wir haben ca. 40 interessierte Personen begrüßen dürfen. Erschienen sind Vertreter von verschiedenen Einrichtungen und Institutionen, unter anderem die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, das Bürgerhaus Bornheide und weitere Anwohner aus dem Viertel und der Umgebung. Die Teilnehmer/-innen waren sehr dankbar für die wichtigen Informationen, die sie in der Form noch nie mitgeteilt bekommen haben. Wir möchten uns bei allen Besuchern nochmals für die gelungene Veranstaltung bedanken. Es hat uns viel Spaß gemacht.

Fotos

Sommerfest in Osdorf am 15.07.2016
Einweihungsfeier im September 2015

Über Sinti und Roma

  • Der Begriff "Zigeuner" ist eine in seinen Ursprüngen bis ins Mittelalter zurückreichende Fremdbezeichnung der Mehrheitsbevölkerung und wird von der Minderheit als diskriminierend abgelehnt. Die Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma konnte schließlich durchsetzen, dass die Eigenbezeichnung "Sinti und Roma" verwendet wird.
  • Die deutschen Sinti sind in der Bundesrepublik Deutschland als nationale Minderheit anerkannt. Das heißt, sie sind Deutsche mit einer eigenen Kultur und Sprache, wie Sorben, Dänen und Friesen.
  • In Deutschland sind Sinti und Roma seit 600 Jahren beheimatet.
  • Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts wurden Sinti und Roma in fast allen europäischen Ländern urkundlich erwähnt.
  • Seit dieser Zeit werden Sinti und Roma stetig diskriminiert und verfolgt. Ein Höhepunkt der Diskriminierung stellte der Reichstag zu Freiburg 1498 dar, auf dem die Roma reichsweit für "vogelfrei" erklärt, also geächtet, wurden.
  • "Zigeunerpolitik" war fortan hauptsächlich von Abwehr und Vertreibung gekennzeichnet. Wer dennoch blieb, musste mit Zwangsarbeit und Markierung per Brandzeichen rechnen. Mit der Aufklärung ab etwa 1800 stiegen zwar die Aussichten auf eine Zugehörigkeit zur Mehrheitsgesellschaft, doch um den Preis der Zwangsassimilation.
  • Nach dem Ersten Weltkrieg verschärfte sich die Situation für Sinti und Roma noch mehr. Generalstaatskommissar Gustav Ritter von Kahr, Monarchist und Antisemit, setzte 1924 eine "Anordnung zur Bekämpfung der Zigeuner" in Kraft. Ab 1926 konnten die Behörden völlig willkürlich, aber juristisch gedeckt, Maßnahmen einleiten, denn der Landtag verabschiedete gegen die Stimmen von SPD und KPD das "Gesetz zur Bekämpfung von Zigeunern, Landfahrern und Arbeitsscheuen". Arbeitsscheu - ein Kampfbegriff, mit dem kurze Zeit später die Nationalsozialisten unter anderem die Verfolgung der Sinti und Roma begründeten.
  • Mit dem bayerischen "Zigeunergesetz" von 1926 hatte sich die Situation für Sinti und Roma schon vor Hitlers Machtübernahme erheblich verschärft. Nach 1933 waren "Arbeitsscheue" und "Asoziale" - im NS-Jargon lebten die Begriffe der 1920er-Jahre fort - noch mehr im Visier der Behörden.
  • Ab 1935 begann die offizielle Verfolgung aus rassistischen Gründen. Mit den Nürnberger Gesetzen wurden nicht nur Juden, sondern auch Sinti und Roma herabgestuft, obwohl sie im Sinne der Nationalsozialisten wegen ihrer indischen Herkunft eigentlich hätten als "Arier" eingestuft werden müssen. Begründet wurde dies pseudowissenschaftlich: "Artfremdes Blut ist alles Blut, das nicht deutsches Blut ... ist", schrieben Wilhelm Stuckart und Hans Globke, später Kanzleramtschef unter Konrad Adenauer, in den Kommentar von 1936 zu den Nürnberger Gesetzen.
  • 1937 richteten die Nazis eine "Rassenhygienische Forschungsstelle" ein. Deren Leiter Robert Ritter spielte eine maßgebliche Rolle bei der Erfassung der Sinti und Roma. Er ließ 24.000 "Rassegutachten" erstellen - die Vorarbeit für den Genozid.
  • Im Holocaust wurden etwa 500.000 Sinti und Roma ermordet.
  • Eine Umfrage aus dem Jahr 2014 besagt, dass jeder dritte Deutsche nicht neben Sinti und Roma wohnen will. Das ist ein Ergebnis einer umfassenden Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS). Im Vergleich zu anderen Minderheiten wird ihnen der Studie zufolge die mit Abstand geringste Sympathie entgegengebracht. Bei der Frage: "Wie angenehm oder unangenehm wäre Ihnen eine bestimmte Gruppe in der Nachbarschaft?" schnitten Sinti und Roma am schlechtesten ab, gefolgt von Asylbewerbern und Muslimen. In der Umfrage wurde auch gefragt, wie ein gutes Zusammenleben mit Sinti und Roma erreicht werden könnte. 80 Prozent der Befragten schlugen vor, den Missbrauch von Sozialleistungen zu bekämpfen, 78 Prozent forderten, Kriminalität zu bekämpfen und 50 Prozent meinten, die Einreise für Roma und Sinti sollte beschränkt werden. Jeder Fünfte schlug eine Abschiebung aus Deutschland vor, 14 Prozent waren für eine "gesonderte Unterbringung".
  • Zurzeit leben in Deutschland etwa 70.000 deutsche Sinti und Roma. Sie sind eine nationale Minderheit, Bürger und Bürgerinnen dieses Staates. Neben Deutsch sprechen sie als zweite Muttersprache die Minderheitensprache Romanes.

Hätten Sie es gewusst?

Seit dem Jahre 1407 leben die Sinti in Deutschland. Mittlerweile sind wir ca. 120.000.
Als integrierte und anerkannte Minderheit unserer deutschen Bevölkerung, stehen wir jedem fünften Deutschen gegenüber,
der sich eine Abschiebung für Sinti wünscht, obwohl jeder 2. Deutsche einen Migrationshintergrund hat.


Es leben ca.
120.000
Sinti in Deutschland


Sinti leben seit
über 600
Jahren in Deutschland


In Deutschland fordert
jeder 5.
eine Abschiebung der Sinti


In Deutschland hat
jeder 2. Bürger
einen Migrationshintergrund

Kontakt

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Anschrift

Achtern Born 127c
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+49 (0) 40 - 466 44 700

+49 (0) 40 - 466 44 702

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